Kolpingtag 2015

Hot Spot 1 - Ehe, Familie, Lebenswege

Platz: An Groß St. Martin, Altstadt / Nähe Alter Markt

Anfahrt: KVB-Linien 1, 7, 9 - Station Heumarkt (vom Hauptbahnhof fünf bis zehn Minuten zu Fuß)

Bühnenprogramm

10.00 - 10.45 Uhr: Chor "Voices unlimited", KF Everswinkel
10.45 - 11.45 Uhr: Dialogforum 1
12.00 - 12.30 Uhr: Tanzgruppe, KF Güntersleben
12.40 - 13.20 Uhr: zwei Tanzgruppen der KF Hollage
13.30 - 14.00 Uhr: Fanfarenzug, Prinzengarde Alsdorf
14.00 - 15.00 Uhr: Dialogforum 2
15.15 - 16.00 Uhr: Band "effata!", Münster

Dialogforum 1:
Mut zum Leben - Kolping Heimat für Menschen aller Lebensformen?!

Junge Menschen schätzen den Wert von Familie hoch ein. Das belegen alle relevanten Jugendstudien. Mehr als drei Viertel der Jugendlichen meinen, dass Familie Voraussetzung für ein glückliches Leben ist. Diese Einschätzung betrifft sowohl die Gründung einer eigenen Familie wie die Herkunftsfamilie. Familie bietet während der Schul- und Ausbildungsphase Rückhalt und emotionale Verortung. Allerdings fehlt manchmal der Mut, eine auf Dauer angelegte Partnerschaft einzugehen und eine eigene Familie zu gründen. Hierzu können wir als Verband Menschen ermutigen.

Der gesellschaftliche Wandel beeinflusst auch die Familien. Familien stellen sich heute in vielfachen Formen dar. Die verschiedenen Familienformen verdienen mit Blick auf die füreinander wahrgenommene Verantwortung Respekt und Wertschätzung. Deshalb sind auch "Geschiedene und Wiederverheiratete ... bei uns willkommen und können mit uns Kirche erleben" (Leitbild). Die aktuellen Zahlen belegen, dass immer noch über 70 Prozent der Kinder bei ihren verheirateten Eltern leben.

Gescheiterte Beziehungen sowohl zwischen Paaren als auch zwischen Eltern und Kindern sind u.a. ein Grund für steigende Ausgaben der Kinder- und Jugendhilfe sowie der Sozialhilfe. Die Gesellschaft ist jedoch darauf angewiesen, dass auch in Zukunft hinreichend familiäre Leistungen erbracht werden. Je mehr Leistungen der Daseinsvorsorge wie etwa Pflege nicht mehr von familiären Strukturen erbracht werden, desto mehr müssen familiär ausgerichtete verbindliche Strukturen wie Vereine und Verbände, Nachbarschaften und Initiativen wegbrechende Familienleistungen kompensieren. Sich das einzugestehen, braucht Mut.

Moderation:
Thomas Müller, Diözesansekretär Kolpingwerk DV Paderborn

Mitwirkende:

  • Birgit Mock, familienpolitische Sprecherin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK)
  • Uwe Slüter, Geschäftsführer Kolpingwerk DV Münster
  • Ute Collmann, Mitglied im Kolpingwerk DV Osnabrück
  • Renée Liening-Ewert, Bundesfachausschuss Ehe, Familie, Lebenswege

Dialogforum 2:
Mut zum Leben - Kolping Anwalt für Familie

Für das Kolpingwerk ist Familienpolitik ein eigenständiges Politikfeld und Querschnittspolitik zugleich. Immer mehr Menschen klagen darüber, dass sich das Familienleben dem wachsenden Flexibilisierungsdruck und sonstigen Anforderungen der Arbeitswelt anpassen muss. Das Kolpingwerk wendet sich gegen die zunehmende Ökonomisierung des Familienlebens.

Neben Zeiten der Erwerbstätigkeit und des bürgerschaftlichen Engagements braucht es Freiräume für das gemeinsame Leben von Eltern und Kindern, ohne Diktat durch die Bedingungen der Erwerbsarbeit. Nur so kann die Stabilität der Beziehungen gestärkt werden, um das Familienleben als Kraftquelle und Keimzelle der Gesellschaft zu erhalten. "Je schwankender alle äußeren und öffentlichen Verhältnisse werden, umso besser bauen wir in der Familie die bessere christliche Zukunft", so würde das wohl Adolph Kolping auch heute noch formulieren.

Das Wohl der Familie war Adolph Kolping ein Herzensanliegen. "Das Schicksal der Familie ist nämlich über kurz oder lang das Schicksal des Landes", so hat es Kolping begründet. Familien bilden das Rückgrat der Gesellschaft. Das Kolpingwerk verpflichtet sich, für die Belange aller Familien mit entschiedenem Einsatz einzutreten. Daher braucht es in Politik, Gesellschaft und nicht zuletzt in der Kirche den Mut, sich für Familie einzusetzen.

Moderation:
Jürgen Liminski, Deutschlandradio

Mitwirkende:

  • Petra Mackroth, Leiterin der Abteilung Familie im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
  • Thomas Dörflinger, MdB, Bundesvorsitzender des Kolpingwerkes Deutschland
  • Stefan Nacke, Präsidiumsmitglied des Familienbundes der Katholiken
  • Elisabeth Winkelmeier-Becker, MdB, Vorsitzende des Katholischen Arbeitskreises für Familienerholung

Präsentationen

  • Kolpingwerk Deutschland - Familien- und Seniorenarbeit
  • Sinnesparcours für Mutige (DV Augsburg)
  • Familienarbeit Bezirk Wiedenbrück/ Entenrennen (DV Paderborn)
  • Nur Mut: Gott ist schon da! - Anregungen für Familienkreise (DV Münster)
  • Begegnungstage 55plus für Senioren (DV Würzburg)
  • Leben im Mittelalter - Mitmachangebot für Familien (DV Trier)
  • Hoffnung für das Leben (KF Westerwiehe)
  • Arbeitsgemeinschaft der Kolping-Familienferienstätten
  • Kolping - Mehrgenerationen - Hotel Alsópáhok
  • MISSIO - "Für Familien in Not. Weltweit"
  • Kolping-Bildungshaus Salzbergen