Kolpingtag 2015

Hot Spot 4 - Kirche und Gesellschaft

Platz: an St. Aposteln

Anfahrt: KVB-Linien 1, 3, 4, 5, 9, 16 und 18 - Station Neumarkt

Bühnenprogramm

10.00 - 10.30 Uhr: Chor "Canta Colonia en Zint Apostele"
10.45 - 11.45 Uhr: Dialogforum 7
12.00 - 12.45 Uhr: Shantychor KF Dortmund-Aplerbeck
13.15 - 13.45 Uhr: Kabarett Preil & Herricht (DV Hildesheim)
14.00 - 15.00 Uhr: Dialogforum 8
15.15 - 16.00 Uhr: Mittelaltertanzgruppe der KF Herrieden

Dialogforum 7:
Mut zum Christsein - "Ein Kolping-Mitglied muss politisch sein"

Adolph Kolping setzte sich für Menschen ein, die die Fortschrittsverlierer ihrer Zeit waren. Diese Wandergesellen waren im 19. Jahrhundert an den gesellschaftlichen Rand gedrückt. Sie hatten keine Lobby. Als Christen darf es uns nicht gleichgültig sein, wenn in unserem Umfeld ebenfalls Menschen leben, die sich zurückziehen, vereinsamen oder nicht das Nötigste zum Leben haben.

Nicht Selbstgenügsamkeit, sondern das aktive Eintreten für die Verbesserung der gesellschaftlichen Lebensbedingungen ist unser Auftrag. Kolpingmitglieder wissen, dass die Veränderung ungenügender Zustände vor allem über die Veränderung des Menschen stattfindet. Die aktive Mitarbeit in Parteien und Gewerkschaften versteht sich deshalb als Ausdruck unseres christlichen Handelns. Nicht die Gleichgültigkeit, nicht die politische Apathie, sondern die aktive Mitarbeit im politischen Prozess zeichnet uns als Kolpingmitglieder aus. Wir suchen angesichts der Krise in der Politik auch nach neuen Möglichkeiten der politischen Mitwirkung. Motivation für unser politisches Handeln beziehen wir aus unserem Glauben. Dafür braucht es heute auch Mut!

Moderation: Barbara Breher, stellvertretende Bundesvorsitzende des Kolpingwerkes Deutschland

Mitwirkende:

  • Prälat Peter Kossen, Offizialat Vechta
  • Gregor Krabbe, Bürgermeister der Gemeinde Metelen
  • Dr. Antonius Hamer, Leiter Katholisches Büro Düsseldorf
  • Stephan Jentgens, Geschäftsführer Adveniat

Dialogforum 8:
Mut zum Christsein - Maßstäbe für ein (menschen)würdiges Leben

Für den uneingeschränkten Schutz des menschlichen Lebens braucht es einen vertieften Dialog und einen breiten gesellschaftlichen Konsens. Mit der Gesetzgebung zur Präimplantationsdiagnostik hat der Gesetzgeber Grundsätze zur Unverfügbarkeit des Lebens über Bord geworfen. Ein weiterer Schritt in diese Richtung ist die Zulassung der Markteinführung eines vereinfachten Tests auf Trisomie 21, das so genannte Down-Syndrom. Die Einführung derartiger Gen-Checks führt zu einem Einfallstor für weit umfassendere Tests.

Auch die geplante Gesetzgebung zur Sterbehilfe ist mit der Unverfügbarkeit menschlichen Lebens nicht in Einklang zu bringen. Die Beschränkung der Strafbarkeit auf die gewerbsmäßige Hilfe zur Selbsttötung würde dazu führen, dass alle anderen Hilfen zur Selbsttötung ebenfalls als normal angesehen werden. Zugleich würde sogenannten "Sterbehilfevereinen" Tür und Tor geöffnet. Der Schutz des Lebens von seinem Beginn bis zu seinem Ende muss Maxime unseres ethischen Handelns bleiben. Nicht ohne Grund haben die Mütter und Väter unseres Grundgesetzes bewusst den Schutz des Lebens und der körperlichen Unversehrtheit in den Grundrechtskanon in Artikel 2 des Grundgesetzes aufgenommen.

Eine hohe Wachsamkeit und Sensibilität für ethische Grundsatzfragen in Gesellschaft und Politik ist gefragt. Es braucht Mut, sich für diese Wertvorstellungen und Grundauffassungen einzusetzen.

Moderation: Dr. Bernhard Mittermaier, Mönchengladbach

Mitwirkende:

  • Dr. Peter Liese, Mitglied des Europäischen Parlaments
  • Gitte Scharlau, Mitglied des Bundesvorstandes des Kolpingwerkes Deutschland
  • Bernadette Rüggeberg, Landesgeschäftsführerin donum vitae NRW

Präsentationen

  • Kolpingwerk Deutschland - MdB Runden, Kölner Gespräche, Jugendpolitische Praxiswoche der Kolpingjugend
  • Katholikentag 2016 in Leipzig
  • Neue Wege wagen: Geistliche Leitung bei Kolping. Info, Austausch, Chancen und Stolpersteine (DV Münster)
  • Oasentag "Mut tut gut" (DV Augsburg)
  • Tages-Tankstelle Kloster - Innehalten (DV Trier)
  • Generationenübergreifende Arbeit in der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück (DV Berlin)
  • Frontenhausener Nationalitäten Kochbuch (DV Regensburg)
  • Kolping-Initiative Mecklenburg-Vorpommern / Jugendwerkstatt
  • ADVENIAT: Rückenwind für Friedensbotschafter